QR-Code-Aufsteller und Smartphone mit digitaler Speisekarte in einem Münchner Restaurant, im Hintergrund die Frauenkirche

QR-Menü für Restaurants in München: Die Woche, in der Wiesn und Messe zusammenfallen (2026)

Eine Woche, zwei Tische

Nach der Jahresbilanz 2025 von München Tourismus buchten 9,3 Millionen Gäste 19,7 Millionen Übernachtungen. 8,8 Millionen davon, 44,5 Prozent, kamen aus dem Ausland. Das ist nach Angaben von München Tourismus der höchste internationale Anteil unter den deutschen Großstädten. Die größten Märkte waren die USA mit 1.417.165 Übernachtungen, Italien mit 658.590 und Großbritannien mit 528.805. Dahinter folgten Österreich, die Schweiz, die arabischen Golfstaaten und China. Einschließlich der Tagesgäste waren täglich rund 325.000 Menschen in der Stadt. Das sind Betten und Besuche, keine Restaurantbons.

Für die Karte zählt, wer an diesem Tisch sitzt. In der Messestadt Riem hat eine Gruppe ein festes Ende. Im Westend und an der Theresienwiese sucht jemand bayerische Namen, die er zum ersten Mal liest. Rund um Marienplatz und die Frauenkirche entscheidet ein Gast zwischen zwei Terminen. In Schwabing, in Haidhausen oder am Gärtnerplatz läuft der gewöhnliche Abend weiter, auch wenn die Zelte offen sind.

2026 liegt eine solche Woche fest. Das Oktoberfest läuft vom 19. September bis zum 4. Oktober. Bits & Pretzels sitzt vom 28. bis zum 30. September im ICM auf dem Messegelände, also mitten in diesen Festtagen. BAU, Bauma, Intersolar und die Drinktec fallen nicht in diese Tage. Auswahl, Datenschutz und die Einrichtung stehen im Überblick für deutsche Restaurants. Hier geht es nur um diese Woche.


Dienstag, 29. September

An diesem Dienstag tagt Bits & Pretzels im ICM, und die Zelte auf der Theresienwiese sind schon offen. Die Gruppe vom Kongress will Preis, ein Mittagsgericht und ein Getränk, bevor der nächste Termin auf dem Gelände beginnt. Eine erste Seite mit Schweinshaxe kostet sie die Pause.

Die Karte für diesen Tisch ist kurz. Jede Zeile beginnt mit einem Nomen:

Eine lange Getränkekarte, eine Stadtgeschichte und Fotos, die vor dem Preis laden, sind an diesem Tisch falsch. Nach dem letzten Messetag verschwindet der ganze Abschnitt. Der QR-Code auf dem Tisch bleibt derselbe. Wer ihn für die Wiesn neu druckt, hat die Woche schon verloren.

In der Altstadt ist derselbe Dienstag anders. Zwischen Frauenkirche und Marienplatz haben viele Gäste nur das Fenster zwischen zwei Besichtigungen. Auch sie brauchen den Preis sofort. Sie brauchen nicht das Messe-Mittagessen aus Riem. Ein Lokal, das beide Gruppen mit derselben ersten Seite bedient, liegt bei einer von beiden falsch.


Freitag, vor den Zelten

Am Freitag, dem 2. Oktober, ist Bits & Pretzels vorbei. Die Zelte laufen noch bis Sonntag. Im Westend und rund um die Theresienwiese liest ein anderer Gast die Karte oft zum ersten Mal. Vier Namen tauchen dann fast immer auf.

Schweinshaxe bleibt Schweinshaxe. Daneben steht, welches Stück vom Schwein es ist, ob die Schwarte knusprig ist und was als Beilage kommt, oft ein Kloß und Soße. Weißwurst bleibt Weißwurst: Kalb und Schwein, vor dem Essen nicht gebräunt, traditionell vor dem Mittagsläuten. Wer sie am Freitagabend noch anbietet, sollte das dazu schreiben, damit niemand eine Regel erwartet, die das Haus gar nicht einhält. Obatzda ist abgeschmierter Käse mit Butter und Paprika, meist zum Brezn. Kaiserschmarrn ist eine zerrissene, in Butter gebratene Eierspeise mit Rosinen und Puderzucker. Eine glatte Übersetzung erklärt keines dieser Gerichte.

Die erste Seite an diesem Abend zeigt diese vier, nicht den Messe-Mittagstisch von Dienstag. Wer beide Abschnitte offen lässt, zeigt der Wiesn-Gruppe ein Mittagsmenü und der Messegruppe, falls sie noch in der Stadt ist, eine Haxe. Englisch deckt einen großen Teil der Gäste aus den USA und aus Großbritannien. Italienisch ist der nächste Schritt, weil Italien der zweitgrößte ausländische Übernachtungsmarkt ist. Weitere Sprachen nur dort, wo diese Gäste im eigenen Betrieb regelmäßig sitzen.

Eine Tafel im Wirtshaus kann bleiben. Das Telefon erklärt das Gericht dem Gast, der die Tafel nicht entziffern kann, und es zeigt, welche Haxe die Küche noch hat.


Sonntag, die Haxe ist aus

Bits & Pretzels endet am Mittwoch, dem 30. September. Der Messeabschnitt ist am Sonntag schon weg. Die Wiesn-Karte bleibt bis zum 4. Oktober. Am Nachmittag zählt nur noch der Bestand.

Eine Haxe, die um 15 Uhr aus ist, muss verschwinden, bevor der nächste Tisch sie bestellt. Dafür braucht das Team keine neue PDF und keinen neuen Ausdruck. QR Menu Supreme hält Preis und Verfügbarkeit am einzelnen Gericht. Der gedruckte Code auf dem Tisch bleibt, während die Zeile ausgeblendet wird. Obatzda kann stehen bleiben, Kaiserschmarrn auch, wenn die Küche ihn noch hat. Was weg ist, ist weg.

Am Montag kehrt der gewöhnliche Betrieb zurück, außer die Wiesn läuft noch. In Schwabing und in der Maxvorstadt wollen Stammgäste, Studierende und das Kulturpublikum das Tagesgericht, nicht die Festkarte. In Haidhausen zählt die Nachbarschaft. Am Gärtnerplatz und im Glockenbach muss die Getränkekarte noch lesbar sein, wenn das Licht gedimmt ist. Dieselbe Wiesn-Seite, die am Freitag richtig war, ist am Montag in diesen Vierteln die falsche erste Seite.


Häufig gestellte Fragen

Was steht dienstags auf der Karte, wenn eine Messe noch läuft?

Am 29. September 2026 das Mittagsgericht, der Preis und ein Hinweis, was aus ist. Die Wiesn-Seite ist an diesem Tisch falsch. Nach dem 30. September ist der Abschnitt weg, der QR-Code bleibt.

Was liest ein Gast am Freitag vor den Zelten?

Schweinshaxe, Weißwurst, Obatzda und Kaiserschmarrn, jeweils mit einem Satz dazu, was auf dem Teller oder im Glas ist. Der bayerische Name bleibt. Die Messekarte ist an diesem Abend zu.

Was passiert, wenn die Haxe am Sonntag um 15 Uhr aus ist?

Sie verschwindet vom Telefon, bevor der nächste Gast sie bestellt. Der Code auf dem Tisch wird nicht neu gedruckt.

Fallen Wiesn und Messe jedes Jahr in dieselbe Woche?

Nein. 2026 überlappt Bits & Pretzels das Oktoberfest vom 28. bis zum 30. September. BAU, Bauma, Intersolar und die Drinktec tun das in diesem Jahr nicht.



QR-Menü in weiteren deutschen Städten

Dieser Leitfaden gilt speziell für München. Daneben stehen Städte, deren Karte sich aus einem ähnlichen Grund ändert.


Fazit

In der Woche vom 28. September 2026 hat München zwei Tische. Dienstag im ICM zählt das kurze Mittagessen. Freitag vor den Zelten zählen Schweinshaxe, Weißwurst, Obatzda und Kaiserschmarrn. Am letzten Festsonntag bleibt nur die Zeile, die die Küche noch hat.

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